Solar Fake (Support: Beyond Obsession)

Record Release-Konzert / Frannz Club / Berlin

30.10.2015 - Am letzten Freitag im Oktober 2015 traf sich die Solar Fake-Fangemeinde in Berlin, um gemeinsam mit der Band die Veröffentlichung des neuen Albums "Another Manic Episode" zu feiern. Von: Torsten Pape

Image Solar Fake und der Überraschungsgast des Abends. (Foto: Mina Wallace (www.shadowplay-fanclub.de))

Ort des Geschehens war der wunderbare Frannz-Club an der Schönhauser Allee, der leider viel zu selten von Veranstaltern der Szene gebucht wird. Der bereits äußerlich imposante Bau, kann nämlich auch im Inneren durch seinen etwas verwinkelten, aber stilvollen Aufbau und eine sehr angenehme Atmosphäre überzeugen.

Pünktlich um 20 Uhr betraten die beiden Jungs von Beyond Obsession die Bühne und blickten in einen bereits ordentlich gefüllten Raum. Das Publikum war bereits jetzt gut gelaunt und so konnte die Party beginnen. Schnell hatte Frontmann Nils durch seine offene Art die Sympathien auf seiner Seite und überzeugte durch eine wirklich tolle Gesangsleistung. Geboten wurde eine kleine, aber feine Mischung aus den beiden bis dato veröffentlichten Alben, wobei besonders die aktuellen Tracks "Song for the dead" und "Let me go" überzeugen und mitreißen konnten. Relativ mittig wurde dann das Sparks-Cover "Never turn your back on mother earth" platziert, das nah an der Interpretation von Martin L.Gore ausgerichtet war und auf keinem regulären Tonträger der Band, sondern nur als Video im Netz zu finden ist. Den Abschluss des Sets bildete mit "Tokio underground" einer der Hits des Debüts, was dem Berliner Publikum einmal mehr einen ordentlichen Applaus entlocken konnte. So vorgewärmt war man nun mehr als bereits für den Hauptact des Abends, der überpünktlich kurz vor 21 Uhr die Bühne betrat. Sven Friedrich und André Feller freuten sich augenscheinlich ebenso auf ihren Auftritt und legten mit "Not what I wanted" einen absolut gelungenen Kickstart hin. Nachdem das Haar im Mund beseitigt sowie die Setlist gefunden war ("Was ich hier nicht habe, ist 'ne Setlist. Wir sind super vorbereitet..."), nahm der Abend der vielen Weltpremieren seinen Lauf, denn es sollten alle Stücke des neuen Albums gespielt werden. Von diesen konnten die Anwesenden natürlich besonders gut "Under control", das im Vorfeld als kostenloser Download erhältlich war und die erste Single "All the things you say" mitsingen, aber auch die anderen Songs brauchten nur unwesentlich länger, um beim Publikum zu zünden. Zwischendurch streute das Duo immer wieder geschickt ältere Hits ein ("No apologies", "Here I stand", "More than this") und Frontmann Sven interagierte auf seine lockere Art mit dem Publikum bzw. erkundigte sich nach dessen Befinden: "Könnt ihr noch? Na gut, ist 'ne blöde Frage nach acht von hundert Stücken..." Beim elften Track erwartete die Fans dann die erste handfeste Überraschung, denn nun wurde mit dem Stück "Gods and monsters" (im Original von Lana Del Rey) die Runde der Coverversionen eingeläutet. Sven berichtete, dass es dieses Lied leider nicht auf das Album geschafft habe, da Frau Del Rey leider ihre Freigabe nicht erteilt hatte. Die exklusive Live-Version entschädigte dafür mit einer Überdosis Gänsehaut, aber auch "Somebody told me" von den Killers und "You need the drugs" von Westbam (beide auf der Deluxe-Version des Albums zu finden) riefen wahre Begeisterungsstürme hervor. Diese wurden sogar noch übertroffen als mit "The dividing line" von Project Pitchfork eine weitere exklusive Coverversion angestimmt wurde und kein Geringerer als deren Frontmann Peter Spilles die Bühne betrat. Sein Charisma überflutete in Sekundenschnelle den vollkommen überhitzten Raum, wobei sich der Solar Fake-Frontmann die meiste Zeit geradezu respektvoll hinter seinem Keyboard am Bühnenrand aufhielt. Mit der Ansage "So. Damit habt ihr nicht gerechnet, wa!" (verbunden mit einem netten Dank an Herrn Spilles) startete man danach ein weiteres Mal durch und mit Knallern der Marke "I hate you more than my life" oder "Reset to default" sowie den wunderbaren neuen Stücken "If I were you", "Until it's over" und "Stay" wurde das Hauptset unter tosendem Applaus beendet. Natürlich gab es schon bald eine Zugabe, wobei unter anderem nach kurzem Durchzählen festgestellt wurde, dass noch ein neues Stück, nämlich "Race of the rats", fehlte, welches man natürlich prompt zum Besten gab. Im zweiten Zugabenblock zauberte man zunächst "Hiding memories from the sun" und "(You think you're) Radical" vom Debüt aus dem nicht vorhandenen Hut bevor man das Konzert mit dem grandiosen Finalsong "The pages" beendete bzw. beenden wollte. Dieser wurde nämlich gen Ende durch ein technisches Problem jäh abgebrochen, wonach man sich entschied, dass man den Abend so nicht beschließen könne und mit "Your hell is here" ein wunderbares zweites Ende zelebrierte. Erschöpft, durchgeschwitzt und glücklich entschwand das Publikum nach über zwei Stunden Spielzeit in die Nacht bzw. zur Aftershow-Party.

Beyond Obsession-Setlist:

Intro
Cold side of bed
Song for the dead
On my way
Let me go
Never turn your back
The unwinnable war (Mix)
Tokio underground (Remix)

Solar Fake-Setlist:

Not what I wanted
Fake to be alive
No apologies
Here I stand
All the things you say
Parasites
More than this
Observer
Under control
I don't want you in here
Gods and monsters (Lana Del Rey)
Somebody told me (Killers)
You need the drugs (Westbam)
The dividing line (Project Pitchfork)
I hate you more than my life
Reset to default
If I were you
Until it's over
My spaces
Stay

Under the skies
The race of the rats
Where are you

Hiding memories from the sun
(You think you're) Radical
The pages
Your hell is here

An dieser Stelle möchte ich übrigens noch den tollen Shadowplay-Fanclub erwähnen und mich bei deren Chef Lars für die Unterstützung mit dem Foto bedanken. Dieser einzigartige Fanclub kümmert sich auf grandiose Weise um die Anhänger von Dreadful Shadows, Zeraphine und Solar Fake. Hier gibt es regelmäßig ein schönes Fanzine, es werden spezielle Events organisiert und exklusive Überraschungen/Gimmicks erwarten die Mitglieder ebenfalls. Alle nötigen Infos erhält man unter www.shadowplay-fanclub.de