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Mono Inc. "Symphonies of pain - Hits and rarities"

Eine Best of-Kopplung von Mono Inc? War da nicht schon mal was? Richtig, ist noch gar nicht so lange her und zwar 2014 und sie trug den Titel "The clock ticks on". Aber die Monos wären nicht die Monos, wenn sie sich in die Reihe der Bands einreihen würden, die das regelmäßig machen, aber an der Tracklist im Grunde nichts verändern. Man kennt das ja zur Genüge: 90 Prozent der Lieder sind immer gleich und obendrauf gibt es ein/zwei neue Songs oder unveröffentlichte Mixe. Nein, im vorliegenden Fall finden sich erfreulicherweise lediglich vier Überschneidungen mit "The clock ticks on" und das sind wirklich Songs, die einfach nicht fehlen dürfen ("Voices of doom", "Symphony of pain", "Arabia" und "Get some sleep"). Was anderswo vielleicht dazu führen könnte, dass eben zehn Hits fehlen und nicht adäquat ersetzt werden, ist hier jedoch die Garantie für eine ebenso vollwertige Zusammenstellung. Der Mitsing-Faktor bleibt gleichbleibend hoch und der erste Silberling profitiert dabei natürlich zum einen von den Songs, die seit 2014 erschienen sind, aber auch von den Tracks, die man eben auf der ersten Compilation schmerzlich vermisst hat. Namentlich wären das zum Beispiel "Children of the dark", "Boatman", und "Never-ending lovesong" bzw. "Heile heile Segen", "Forgiven", "Potter's field", "My sick mind TV" oder "Teach me to love".

Nun kommen wir zur zweiten CD und wie vor drei Jahren, als man den Fans eine fette Sammlung von Akustikversionen spendiert hat, gibt es hier wieder etwas, das die Herzen der treuen Anhänger erfreuen wird. Man hat sich nämlich in die weitschweifigen Archive begeben und zum einen rare Tracks hervorgezaubert, die es bis dato ausschließlich auf Singles, EPs oder Spezial-Editionen zu hören gab. Vom wunderbaren Bush-Cover "Comedown" über die Unplugged-Versionen von "Kein Weg zu weit" (feat. Joachim Witt) und "Boatman" (feat. Ronan Harris) bis hin zu grandiosen Ohrwürmern der Marke "Cemetary of hearts", "Damn happy man", "House on fire", "Alter Mann" oder "Feuer" wird hier im Grunde die nächste Best of-Runde eingeläutet. Ganz obendrauf darf man sich dann noch über zwei vollkommen unveröffentlichte Lieder freuen, wobei "Ghostship" ein weiterer Überflieger ist und das Kylie Minogue-Cover "Can't get you out of my head" jede langweilige Party auffrischen dürfte.

Weihnachten gibt's dieses Mal in Mono. (Torsten Pape)

Label NoCut | 24.11.2017 | Homepage www.mono-inc.com

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