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Sjöblom "Demons"

Das zweite Album des The Exploding Boy-Sängers beginnt zunächst wie ein Schwester-Album zu The Cures „Seventeen seconds“ oder „Faith“. Minimale, leicht verhallte Klänge in Moll schweben heran, nehmen unmerklich Fahrt auf und stimmen perfekt auf die folgende (leider nur) halbe Stunde Musik ein. Angeführt von den drei grandiosen Vorabsingles „Telephone“, „Tape“ und „Brand new life“ entspinnt sich ein melodiöser und nicht selten munterer Reigen. Die angenehme Stimme von Herrn Sjöblom trägt natürlich nicht unerheblich dazu bei, dass sich diese wunderschön fließenden Tracks geradezu ans melancholisch veranlagte Gemüt schmiegen. Hin und wieder schimmert eine von den Beatles (oder wahlweise auch Oasis) inspirierte Schmissigkeit durch („Brand new life“, „Home“), aber auch kraftvollere Momente werden gekonnt zelebriert („The storm“, „A thousand words“) und elegische Songs wie das Titelsong-Duett oder das tolle „Sad Song 3“ bilden das alles verbindende Element. Dabei stechen weder die variantenreiche Gitarrenarbeit, noch der pluckerige Bass oder die verschiedenen Synthie-Parts auf Dauer dominierend heraus, sondern agieren als gleichberechtigte Teile eines harmonischen Ganzens. So changiert dieses kurzweilige Werk zwischen durchaus poppigen Ansätzen und Wurzeln, die unüberhörbar im Wave bzw. Post-Punk liegen und verzaubert dadurch auf absolut charmante Weise. (Torsten Pape)

Label Reptile Music | 08.10.2021 | Homepage www.facebook.com/sjoblomofficial

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