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Creux Lies "Goodbye divine"

Im Jahr 2018 sorgte das Debüt „The Hearth“dieser kalifornischen Band in post-punk-affinen Kreisen für ein Aufhorchen dies- und jenseits des großen Teiches. Die enthaltene Musik war verwurzelt in der düster-poppigen Wave-Ära und konnte zudem mit einem erstaunlichen Breitwandsound aufwarten. Die Verwandtschaft mit Vertretern wie The Essence, The Caves, Wires & Lights oder White Lies war somit nicht zu leugnen. Bis heute erschienen zudem ein paar wunderbare Non-Album-Singles und seit ein paar Wochen legen die phänomenalen Vorabvideos zu den Hits „Misunderstanding“ und „Becoming“ Zeugnis darüber ab, dass der vor drei Jahren eingeschlagene Weg auch anno 2021 konsequent weiter beschritten wird. Den Einstieg ins neue Album übernimmt der vielschichtige Song „Jungle“, der aus Grabestiefen emporzusteigen scheint bevor immer mehr akustische Lichtstrahlen das akustische Bild bestimmen. Nach den erwähnten (Video-)Auskopplungen folgen das friedliche, von Akustikgitarren getragene „PS Goodnight“, das galoppierende „Renegade“ und das leichtfüßige „Lore“ (mittlere, poppige The Cure lassen grüßen). „I wish I was you“ besticht im Anschluss durch absolut spannende Sounds und Gesangslinien und mit dem rhythmischen wie hymnischen „Wicked“ erklingt leider schon der letzte Track.
Einziger Wermutstropfen ist somit die relativ kurze Spielzeit von 35 Minuten, aber zumindest wird sie nicht von halbgaren Lückenfüllern verwässert. Wer also nicht genug bekommen kann von hochmelodischem Post-Punk, sollte „Goodbye divine“ schnellstens antesten und am besten gleich mehrmals hören. (Torsten Pape)

Label Freakwave | 22.10.2021 | Homepage www.facebook.com/creuxlies

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