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Press Gang Metropol "Checkpoint"

Mitte der 90er sorgten die Franzosen von Corpus Delicti dafür, dass die deutschen Gothics, die damals noch Gruftis hießen, neben dem Rotwein nun auch die düstere Musik unserer Nachbarn genossen. Das alles ist Asche von gestern und aus dieser ist Sänger Sebastian mit Press Gang Metropol auferstanden. Dabei reist er noch tiefer in die Vergangenheit. So klingt das warme, dunkle Timbre seiner Stimme sehr ähnlich der etwas höheren Stimmlage von Psychedelic Furs-Sänger Richard Butler. Nicht zu verhehlen ist außerdem, dass der ein oder andere Gitarrenlauf schon Platz auf einem New Order Album hatte. Das vorliegende Werk ist aber keinesfalls nur kopierende Erinnerung. Es besticht durch bärenstarkes Songwriting, welches jedes Stück nach dem ersten Hören im Ohr festtackert. Die Produktion ist auf höchstem Stand unserer modernen Musik. Besonders erquickend ist die erfolgreiche Balance der Instrumentierung. Das Album klingt weder geschliffen, noch schwelgt es in übertriebener extravaganter Egomanie. (Spider)

Label D-monic | 08.05.2012 | Homepage www.pressgangmetropol.com

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