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V▲lh▲ll "Leaning on shadows"

Die "Wasserleiche" auf dem Cover ist zunächst definitiv ein Hingucker, der aber auch mit viel Augenzwinkerei als Hommage an das "Mine"-Album von Architect gedeutet werden könnte. Rein optisch hat das schwedische Duo also schon mal die Aufmerksamkeit auf seiner Seite, aber wohin mag der musikalische Weg führen? Tiefe, brummelnde Klänge, zwirbelnde Synthiespuren, eine männliche Grabesstimme sowie ein etwas lieblicherer weiblicher Gegenpart empfangen im Opener "Einhärjar" den Hörer. Da auch im weiteren Verlauf des Albums die dröhnenden Komponenten omnipräsent sind, das Tempo zumeist als verhalten zu bezeichnen und die Stimmung einfach nur schaurig-schön ist, dürfte dieses Werk recht gut in der Witch-House-Schublade aufgehoben sein. Wie bei vielen anderen Acts dieses Genres darf man hier ebenfalls die Urväter des Industrial sowie die Neofolk-Szene als ursprüngliche Inspiration zitieren. Songtitel wie "Down in the woods", "Water harp" oder "Runes in circles" bestärken dabei den doomigen, naturverbundenen und bombastischen Eindruck. Letzteres Stück, aber auch "Bortom fjäll" stechen unter dem Strich ein wenig durch ihren fast schon eingängigen Charakter hervor. Ansonsten schleppen sich die Tracks tonnenschwer und doch auf ihre Art bezaubernd dahin. Die Wirkung ist am Ende gleichermaßen betäubend wie faszinierend. (Torsten Pape)

Label Artoffact | 04.11.2014 | Homepage www.facebook.com/vxlhxll

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