Haujobb

"BODYSTYLER ist niederträchtiger als die BLÖD-Zeitung!"


...mutmaßt Dejan Samardzic, der darüber hinaus 50% der Anteile an der erfolgsgekrönten Klanggesellschaft HAUJOBB hält, die unter Kennern seit Veröffentlichung ihres Debutalbums "Homes & Gardens" 1993 mitunter eine angenehme Brise Kult umweht. Dieser wuchs in den letzten 8 Jahren dermaßen an, obwohl in diesem Zeitraum kein einziger Sound veröffentlicht wurde. Das nennt man auch das 'Bud Spencer-Phänomen': Nix machen aber beliebter sein denn je!

 
Interview: Marshall / Bodyhorst //   Assis: Pippi von Schnippi / Junk / Spider //   
 

Myer und Samardzic: Gelernte Synthschrauber mit Mut zur Glatze

 



 
 

»Wir hatten genügend Abstand, um einen wirklich neuen Sound auszudenken!«

Und die Hörerschaft hatte in dieser Zeit sowieso nix Besseres gefunden!
 
 
 
 

Haujobb
New World March
Und auf einmal sind acht Jahre rum und HAUJOBB sind zurück. Und man fragt sich, wie man die Zeit eigentlich ohne so eine Band ausgehalten hat. Auf „New World March“ zeigen Meier und Samardzic, warum sie mit Recht seit annähernd zwanzig Jahren zur Speerspitze deutscher Darc Electronic gehören: weil Kunst immer noch von Können kommt. “Control” beginnt ruhig, fast als würde Meier mit sanfter Stimme eine Gute-Nacht-Geschichte verlesen. “Crossfire” steigert das Tempo und mit “Lets Drop Bombs”, “More Than Us” und “Machine Drum” geht es in die Vollen. “Dead Market”, zu Recht als Vorab-Single veröffentlicht, markiert zur Hälfte einen unverkennbaren Höhepunkt, ehe “Lost” zum zweiten Teil überleitet, der gefühlt etwas ruhiger daher kommt und vom wunderschönen “Little World” dominiert wird. „Echo“ bietet einen soundtrack-artigen Abschluss und bewirkt, dass sich jede Menge haujobbscher Soundschnipsel noch sehr lange wie Echos im Hirn festsetzen. (Pippi von Schnippi)
VÖ: 11.11.2011 // Zweieck Recordings / BUP

 
 
 

HAUJOBB
"Dead Market"

Eigentlich ganz schön doof. Da kehrt Haujobb zurück ins Musik-Business und der Markt ist tot. Doch mit ihrer neuen EP packen sie den Bullen bei den Hörnern und pusten ihm neue Lebenskraft in die Backen. Die rote Linie ihres letzten Albums „Vertical Theory“ wird beibehalten und konsequent verfeinert. „Dead market“ ist ein schmissiger Song mit wuchtigem Basslauf und vielen Soundexperimenten, die begeistern, ohne von der Hook abzulenken und sich schnell und beständig ins Langzeitgedächtnis fräsen. Ungewöhnlich und eine Rarität auf EPs ist, dass hier kein einziger Remix enttäuscht. Im Gegenteil: sie beleuchten alle grandios die verschiedenen Facetten des Stücks. Selbst die mir sonst so verhasste Dub Variante ist hier richtig groovig. Aber besonders begeistert mich die filigrane Soundkitzelei von Absolute Body Control. Haujobb brechen zum Marsch auf und wir werden ihnen alle folgen! (Spider)
VÖ: 21.06.11 // Zweieck Recordings / BUP



Manipulate the puls“ singt der Myer, aber weiß er, was er damit auslöst? Herzinfarktartige Freudenkrämpfe bei der Ankündigung, dass Haujobb zurückkehren, und nun diese EP, die meinen Herz-Kreislauf-Rhythmus KO schlägt. Schon die Originalversion von „Dead Market“ knackt, knarzt und elektronisiert, dass es zum Puls-Stakkato reicht. Und jeder beteiligte Remixer schafft es, dem großartigen Original eine eigene Note zu verleihen. Hervorzuheben insbesondere Nomenklatür, die es mit ihrer Version auf hoffentlich jede Electro-Club-Tanzfläche dieser Welt schaffen. Als finalen Kreislaufanreger haben Myer und Samardzic die Nightmare-Version von „Letting The Demons Sleep“ dazu gepackt, welche in leicht abgewandelter Form bereits auf dem Old School Electrology-Sampler erschienen ist. „Dead Market” ist eine Elektro-Bombe und hinterlässt das Gefühl, dass ich zum Album-Release besser einen persönlichen Zivi bereithalte, der die Freudentränchen aus dem Gesicht wischt und die vor Aufregung vollgemachten Windeln rechtzeitig wechselt. (Pippi von Schnippi)
VÖ: 21.06.11 // Zweieck Recordings / BUP



Komplexe Kälte - Vielfalt der Klänge – Bladerunner-Atmosphäre. Haujobb melden sich mit einem gewaltigen Paukenschlag zurück. Alles ist wie gewohnt und wie gewohnt besser denn je. "Dead Market" ist eine Nummer, die sich zunächst sperrig, aber ebenso hartnäckig ihren Weg ins Hirn der Electrofetischisten bahnt und dort zusehends zum Hit mutiert. Die bandeigene Extended Version hilft dabei nicht unwesentlich mit und die vertretenen fünf Remixe bringen die Soundgewalt endgültig zur Kulmination. Mein Favorit stammt dabei von The Horrorist. Hier wird das Stück am beeindruckendsten mit spannenden Klängen sowie neuen Rhythmusstrukturen versehen. Aber auch Exes, Nomenklatür, Absolute Body Control und Paul Kendall liefern erstklassigen Stoff ab. Kein Wunder, sie mussten ja über den Prüfstand der Electrogötter. Die knochentrockene Nightmare-Version von "Letting the demons sleep" komplettiert perfekt diesen schmackhaften Appetithappen auf das anstehende Album Ende September. (Torsten Pape)
VÖ: 21.06.11 // Zweieck Recordings / BUP

 
 
 
Zeitreise 16 Jahre zurück:
Reisen Sie mit BODYSTYLER 16 Jahre zurück ins Jahr 1995, als Haujobb noch 3 waren, aber nur 1 anscheinend das Sprachrecht hatte! Haujobb-Interview in BODYSTYLER #5 von 1995, Seite 36-41 »
 
 
The New World Merch Has Just Begun:
 
 
Ihre Meinung zu BODYSTYLER, Herr Samardzic!
 
 
 
 
 

ber 8 Jahre ohne Sound? Geht das? Ist das nicht der Tod für jede Klangkapelle? Immer wieder wurde auf einschlägigen Börsen, Foren, Haujobb-Fan-Meetings und -Conventions nach neuem Material gefragt, immer wieder wurde verschoben, die Fans vertröstet. "Kein Kommentar" hieß es nur mit prägnantem Nachdruck. Und nach einem offiziellen Abschiedskonzert glaubte man erst Recht nicht, jemals wieder etwas von dem smarten Duo zu hören. Wenn man nur gewusst hätte!

Denn Samardzic machte sich schon vor Jahren an, grobe Skizzen zu entwerfen und Vorabdemos zu produzieren. Alles sieht in dieser Zeit nach einem Soloprojekt von Samardzic aus, bis der andere 50%-Anteilseigner, Daniel Myer, sein protziges Rumgetoure mit Ex-Depeche Mode Alan Wilder beendet und zum Produktionsendspurt bläst. Das Blatt wendet sich. Myer bringt von seinen Touren frische Luft und sogar Ideen mit, Samardzic geht fast die Puste aus. Doch nach gemeinsamen Luftholen steht das neue Haujobb-Album "New World March" in den Startlöchern. Und es soll "schon" im Herbst 2011 veröffentlicht werden.


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odystyler lud die Herren Myer und Samardzic zu einem nährstoffreichen Talk bei einem leckeren Abendessen in die hauseigene Redaktionskantine, wo Chefkoch und -Redakteur Bodyhorst leider nicht nur die erste Frage lauwarm servierte...
BODYSTYLER: Bevor ich den Topf mit den grünen Bohnen und den Speck vom Herd nehme, die wir gleich verschnabulieren werden, die vielleicht wichtigste Frage des heutigen Abends: Wie würden eigentlich Stühle aussehen, wenn wir die Kniescheiben hinten hätten?
DANIEL MYER: Das wir von euch immer wieder auf unsere Gebrechen angesprochen werden ist nicht lustig.
BODYSTYLER: Echt nicht?
MYER: Nee, echt nicht.
BODYSTYLER: Und wie lustig findet das Dejan?
DEJAN SAMARDZIC: Bei mir würde das genauso aussehen wie in der jetzigen Wirklichkeit: Ich mache immer Schneidersitz, auch auf Stühlen – kein Witz!
BODYSTYLER: Kein Witz sind auch die Deutschen Alternative Charts an. Dort ist Haujobb bereits die 3. Woche Platz 1...
MYER: ...die vierte, mein junger Freund, die vierte.
BODYSTYLER: Ja, ist gut, mittlerweile die 4. Woche. Jetzt kam noch Platz 2 der Electronic Web Charts dazu, demnächst Platz 98 der Media Control Charts – wie fühlt sich das an?
SAMARDZIC: So ganz ohne Knebelvertrag fühlt sich das tatsächlich an wie (überlegt lange) Freiheit!
BODYSTYLER: Gab es das schon mal bei Haujobb?
MYER: Das ist eine Premiere in unserer mittlerweile fast 20-jährigen Geschichte. Allerdings auch, weil es vor 20 Jahren noch keine Deutschen Alternative Charts und dergleichen gab.
BODYSTYLER: Naja, zumindest die Media Control Charts gab es damals schon. Bleiben wir aber mal bei Zeitsprüngen: Warum dauerte es diesmal so besonders lange bis neues Material kam?
MYER: Weil wir zum einen durch die räumliche Trennung etwas kontaktfaul waren und zum anderen erstmal wieder zu uns finden mussten. Das klingt sehr nach Hollywood, oder doch eher GZSZ, oder?
BODYSTYLER: Weiß nich. Gucke kein GZSZ. Warum?
MYER: Nun, wir waren wirklich etwas faul. Als der Dekan dann nach Leipzig gezogen ist...
BODYSTYLER: ...meinst Du Dejan oder tatsächlich Deinen „Dekan“?
MYER: Äh ja, Dejan natürlich. Als der dann nach Leipzig gezogen ist, ging alles sehr schnell - für unsere Begriffe zumindest.
SAMARDZIC: Die Pause hat allen gut getan. 1.: Wir hatten genügend Abstand, um einen wirklich neuen Sound „auszudenken“; 2.: Die alte und auch neue Hörerschaft hatte ausreichend Gelegenheit sich umzuschauen und nix Besseres zu finden.
BODYSTYLER: Und genau da kommt Ihr mit neuem Material…
SAMARDZIC: Genial, oder?
BODYSTYLER: Abwarten. Lange abwarten tut Ihr aber nicht unbedingt, wenn es um Labelwechsel geht. Eure bisherigen Plattenbuden wechseltet Ihr immer so schnell wie Katja Kassin ihre Unterwäsche. Warum veröffentlicht Ihr nun Eure Outputs gewissermaßen selbst?
MYER: Weil wir aufgegeben haben, nach der richtigen Unterbuchse zu suchen.
BODYSTYLER: Eure eigene Unterbuchse ist also die beste?
MYER: Wir fühlen uns in unseren eigenen Boxershorts nun mal am wohlsten.
SAMARDZIC: Es könnte auch sein, dass Labels, wie man so hört, in Zukunft überflüssig werden, und da wollen wir natürlich dabei sein!
MYER: Anfangs haben wir uns noch auf Labelsuche begeben, dann aber festgestellt, dass wir das wohl am besten allein und mit Hilfe von Freunden machen können.
BODYSTYLER: Mit Hilfe eines Freundes, dem Boris von Klangstabil, habt Ihr auch das „erste Video in der Geschichte Haujobb’s“ gedreht, und zwar zur Single „Dead Market“ - ein sehr, sehr gelungenes Video.
SAMARDZIC: Boris ist unglaublich!
BODYSTYLER: Warum?
SAMARDZIC: Kurz bevor es zum Dreh ging, schwor er uns noch alle auf eine Parole ein: „Low Budget – High Output“!
BODYSTYLER: Ach so, deswegen. Warum aber gab es nicht schon früher ein Video? Auch andere Haujobb-Singles hatten das Zeug dazu.
MYER: Die Umstände waren einfach perfekt. Wir sind sehr gut mit Boris befreundet, der auch Regie führte. Er kam mit einem sehr guten Skript um die Ecke. Und Videos kosten auch keine 10.000 von MYERark mehr!
BODYSTYLER: MYERark? Hahaha. Im Clip schraubt Ihr selbst ein Auto zusammen - könnt Ihr das in echt oder musste das Euch Euer „Low Budget – High Output“-Regisseur erst zeigen?
MYER: Wir sind Schrauber, gelernte Synthschrauber.
SAMARDZIC: In diesem Fall waren das aber alles Computereffekte. Unsere Hände wurden beim Synthschrauben vor einer Greenscreen aufgenommen. Dann haben Stuntmen die Schrauberreien gemacht, am Ende wurde das alles zusammengefügt.


»Es ist echt nicht lustig, dass wir von euch immer wieder auf unsere Gebrechen angesprochen werden!«
Nee, echt nicht!


BODYSTYLER: Und was seid Ihr beide in echt? Also laut Ausbildungsschein vom Beruf?
MYER: Wir sind Schrauber, gelernte Synthschrauber. Unsere berufliche Ausbildung spielt keine Rolle. Wir können alles.
BODYSTYLER: Das haben wir gemerkt. Zum Beispiel konntet Ihr Euch auch erlauben, ein offizielles „Wir spielen dann nicht mehr Live!“-Abschiedskonzert vor Jahren auf dem Amphi-Festival zu geben. Nun kommt Ihr wieder zurück auf die Bühne? Häh?
MYER: Wir waren es leid, verheizt zu werden. Ganz ehrlich.
BODYSTYLER: Nochmal: Häh?
MYER: Vorgruppe für Hocico, VNV, etc.. Wir mögen diese Bands, aber wir wollten den Leuten nochmals so richtig zeigen, wo der Hammer hängt.
BODYSTYLER: Ja, und?
MYER: Dann kam das Angebot vom Amphi und wir haben es wahrgenommen. Wir wollten uns sozusagen erstmal wieder neu orientieren.
BODYSTYLER: Wieviele Abschiedskonzerte müssen wir denn künftig noch ertragen?
MYER: Nun kommen wir mit einem neuen Livekonzept zurück. Wir wollen praktisch das auf CD gebannte live so authentisch wie möglich umsetzen. Ihr dürft gespannt sein.
BODYSTYLER: Gespannt sind nicht nur meine Eltern auch auf das neue Album „New World March“, das laut Plan im Herbst kommt.
MYER: „Dead Market“ ist ein guter Indikator, wo es mit dem Album hingeht. Back to the Oldschool: dark, deep, cold!


»Unsere Hände wurden vor einer Greenscreen aufgenommen. Dann haben Stuntmen die Schrauberreien gemacht!«
Zur Entstehung des Videos zu "Dead Market":


BODYSTYLER: Gibt es hierauf noch mehr musikalische Kooperationen oder haben die sich auf die Remixe für die Single beschränkt?
MYER: Es gibt eine Menge Kollaborationen bzw. haben wir sehr viel Material von befreundeten Musikern bekommen. Unter anderen von Hecq, Xabec, In the Nursery, Forma Tadre, Joakim von Covenant, Tricil, etc.. Eine sehr spannende und aufregende Sache.
BODYSTYLER: Wenn sich die Masse in Bewegung setzt und Euch zum „New World March“ folgen soll - welche zehn Dinge dürfen im Rucksack nicht fehlen?
MYER: Auf jeden Fall ein zweiter Rucksack - für die Getränke, die wir an der Tanke kaufen werden! Des Weiteren ein paar gute Bücher, denn so redselig sind Dejan und ich nicht wirklich.
BODYSTYLER: Bisher quasselt Ihr hier aber so ziemlich ohne Unterbrechung - und das mit vollem Mund!
MYER: Die an der Tanke gekauften Getränke lockern zwar die Stimmung auf, aber wahrscheinlich werden die Gespräche eh in Techtalk enden. Wir werden noch den kleinen DSI Mopho einpacken.
BODYSTYLER: Den kleinen?
MYER: Das ist ein kleiner Synth, der in keiner Sammlung fehlen darf und der den Weg mit schönen schrägen Sound untermalen kann.
SAMARDZIC: Aber eigentlich braucht’s nur ein Internet, wenn man zum New World March - lasst uns zusammen alle marschieren!
BODYSTYLER: Ein Marsch würde Euch in der Tat gut tun. Wenn ich Euch so ansehe, kann ich nur vermuten, dass Ihr nicht gerade gerne Gemüse esst – vor allem Du, Daniel, hahaha. Was denkst Du, welcher Markt erholt sich schneller von der Seuche: Die europäischen Gemüse-Verkäufer oder das weltweite Musikbusiness?
MYER: Der Gemüsemarkt hat sich ja bereits erholt.
BODYSTYLER: Das glaubst Du!
MYER: Dank der Gentechnik geht das ja alles sehr fix heutzutage.
BODYSTYLER: Und wie schätzt Du selbst das Musikbiz der kommenden Jahre ein?
MYER: Leider adaptiert sich das Musikbiz nicht ganz so schnell an die globalen Veränderungen und es wird wohl noch ne Weile dauern, bis sich da was tut. Ich selbst denke ja, es wird sich nichts tun.
BODYSTYLER: Also alles beim Alten.
MYER: Zu einfach ist es mittlerweile, Musik selbst zu machen, die dann auch noch halbwegs gut klingt.
BODYSTYLER: Apropos halbwegs gut klingen und Musikselbermachen und so: Haujobb wird bisweilen zuallererst immer mit Dir, Daniel, in Verbindung gebracht, erst dann mit Dejan.
MYER: Ja, das ist schon eine nervige Geschichte.
BODYSTYLER: Lass mich bitte ausreden! Danke. Gerüchten zufolge soll Haujobb zu wesentlich größeren Anteilen eigentlich Dejan sein – ist das richtig?
MYER: Also mir geht das wirklich verdammt auf den Zeiger. Deswegen versuche ich auch in jedem Interview das richtigzustellen.
BODYSTYLER: Na, ein Glück sind wir Dank Deiner sehr, sehr ausführlichen Antwort nun schlauer. Macht mal Butter bei die Fische: Könnt Ihr eine genauere Aufteilungsprozentualisierung geben?
SAMARDZIC: Ich denke, die Prozentualisierungen sind schwankend.
BODYSTYLER: Wieder so eine schwammige Aussage. Falls Du Dich schämst oder Dich nicht ausdrücken kannst, sprich doch einfach in der 3. Person, Dejan!
SAMARDZIC: Ok, also zum Beispiel zu den Arbeiten an „New World March“: Daniel wenig bis gar keine Zeit, Dejan fängt schon mal an, macht grobe Skizzen und Vorabdemos. Alles sieht nach einem Soloprojekt von Dejan aus, bis: Daniel beendet sein Rumgetoure, bläst zum Endspurt und das Blatt wendet sich. Dejan geht fast die Puste aus! Kurz vor der Zielgeraden wird es ein spannendes Rennen und alles sieht nach einer 50/50-Situation aus.


»Facebook hat zurzeit ein kritisches Auge auf Daniel geworfen!«
Der Facebook-Rausschmiss steht kurz bevor


BODYSTYLER: Na siehste. War doch nicht so schwer. Und jetzt Du noch mal, Daniel. Kannst Du uns vielleicht ausführlichere, ja gar intime Details zu Alan Wilder verraten, der ja mittlerweile Dein bester Kumpel ist? Nimmt der immer noch Groupies mit auf’s Hotelzimmer oder musstest DU – trotz eigenwilliger Kombination aus Brille + Glatze – dran glauben?
MYER: Ich habe wirklich alles versucht, aber die Groupies ließen sich nicht mal mit Westschokolade in mein Zimmer locken.
BODYSTYLER: Dann hättest vielleicht Deinen Pay-TV-Pornobummskanal auf Deiner Bude nicht so laut stellen sollen. Da fällt mir just ein, Du hattest als Haupteinnahmequelle mal angegeben, dass Du Musik für Pornos produzierst. Stimmte das?
MYER: Das war sehr großkotzig so dahingesagt, damals. Es war mein großer Plan.
BODYSTYLER: Bei Pornos kenn ich mich aus. Nenn mir mal die Hauptdarstellerin!
MYER: Ich habe für einen Katja Kassin-Film drei Songs gemacht...
BODYSTYLER: ...Katja Kassin? Ohhhh yeah! (Bodyhorst wiehert und lechzt)
MYER: ...und dachte, das wird mein Durchbruch.
BODYSTYLER: Aber Dank Deiner eigenen Libido-Absenkung nun doch nicht mehr?
MYER: Die junge Dame hat sich entschieden, aus dem Geschäft auszusteigen und meine Karriere im Pornogeschäft war beendet, hahaha.
BODYSTYLER: Dafür setzt jetzt Lady Gaga Trends mit Spitzenunterwäsche. Welche Trends wird künftig Haujobb setzen?
MYER: Mut zur Glatze!
SAMARDZIC: (lacht).
BODYSTYLER: Wo ich Dich gerade lachen seh’, Dejan, was passiert eigentlich, nachdem man sich 2 Mal halbtot gelacht hat?
SAMARDZIC: Man wartet ab, wann endlich das 3. Mal passiert.
BODYSTYLER: So viel Zeit haben wir aber nicht mehr, im Gegensatz zu Dir, der nun auch endlich von Bielefeld nach Leipzig gezogen ist. Was hat Leipzig, was Bielefeld nicht hat?
SAMARDZIC: Leipzig gibt’s, aber Bielefeld nicht.
BODYSTYLER: Aber es gibt Facebook. Hier hast Du nur knapp über 280 Freunde, Daniel dagegen mehr als 440. Kannst Du uns das philosophisch erklären?
SAMARDZIC: Nun ja, wenn Daniel nicht einen Großteil seiner „Freunde“ gelöscht hätte, dann wäre er mittlerweile wohl bei 43.000 oder mehr.

 

BODYSTYLER: Und wie ist das wissenschaftlich zu erklären?
SAMARDZIC: Im Prinzip ganz einfach: Ich habe mich später angemeldet.
BODYSTYLER: Hast Du noch mehr Facebook-Anekdoten auf Lager?
SAMARDZIC: Jo! Wenn ich die Augen zumache, dann hab ich 0 Freunde, hehe. Außerdem hat Facebook zurzeit ein kritisches Auge auf Daniel geworfen. Es kann also sein, dass ich bald 280 mehr Freunde habe als er!
BODYSTYLER: Ja, aber nur ein Teil dieser Freunde hilft Dir bei einem anstehenden Umzug. Mögt Ihr als wahre Freunde und echte Männer vielleicht noch einen Nachruf auf die Frauennationalmannschaft machen?
MYER: Schade.
BODYSTYLER: Wie jetzt?
SAMARDZIC: Egal.
BODYSTYLER: Möchte noch jemand Nachtisch?
(Stummes Schweigen füllt den Raum) //




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