Luftfahrt

Hoch den Rock und Hoppla
: Immer mehr Stewardessen sind weiblich
 

Verblasst sind die Geschichten der Großeltern, die von der alten Tante JU oder den dröhnenden Motoren der Heinckel-Flugzeuge berichteten. Ganz besonders aus der Zeit, als nicht mehr nur Bomben, sondern auch Menschen durch die Luft transportiert wurden.
 
Report von: Jürgen Fliege / Lutz Lüdelsheimer //    Aus der Abt.: Satire
 
 

us dieser Zeit nämlich stammen die Gerüchte, dass freundliche Stewardessen einst die Fluggäste betreut und ihnen reinen Wein oder Tomatensaft im Konzentrat eingeschenkt haben sollen. Diesen Räuberpistolen folgte immer auch der Zusatz: Und was waren die hübsch, dies Fräuleins!

Im Zeitalter der Globalisierung können wir uns derartige Phantasien nicht mehr vorstellen. Jeder von uns steigt gefühlt einmal pro Monat in ein Flugzeug und der erste, der einem den Weg versperrt, ist der Steward. Ein homosexueller Uniformfetischist, der lieber das Kostüm seiner transsexuellen „Kolleginnen“ tragen würde, aber aufgrund der konservativen Kleiderordnung der Fluggesellschaften immer noch in Hosen und einem Seidenschal die Fluchtwege des Flugzeugs verstopft.

Aber scheinbar bewegt sich was am Horizont der weltweiten Zivilluftfahrt. Unser Redakteur und Teilzeit-Air-Marshall Jürgen Fliege schildert seine Begegnung der dritten Art. Jürgen, take off:


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"Danke Chef! Ich bin einer der wenigen in der Stronz-Redaktion, die das Senator-Paket der Lufthansa in Anspruch nehmen dürfen. Entsprechend viele Meilen habe ich bereits hinter mich gebracht und meine Strahlenbelastung dürfte inzwischen auch in Fukushima-Dimensionen liegen. Aber das alles hat sich gelohnt, denn es gibt sie scheinbar wieder: Die Frau als Flugbegleiterin.

Neulich habe ich einen Spontan-Trip nach Libyen von meinem Chef geschenkt bekommen. Als Dank für die vielen Spesen-Quittungen und den eingeschleppten Tripper auf dem Büroklo. Auf dem Hinflug nach Bengasi fiel mir auf, dass hinter dem Chef-Purser Jean-Pierre eine junge Frau mit echten Hupen quasi die gesamte Flugzeit mitlief.

Auf Anfrage erfuhr ich, dass das Mädel zur Stewardess angelernt werde. Jean-Pierre hat nur abgewunken und gesagt, dass dies mal wieder so eine Tüdelei der Bosse „da obben“ sei. Nun gut. Auf dem anschließenden Inlandsflug nach Tripolis war wieder eine „Azubine“ an Board, die diesmal sogar schon die Plastikbecher einsammeln durfte.

Die gesamte Reisegesellschaft sprach kein einziges Wort vor Aufregung. Nur Kevin und Volker, die im Kostüm der Junior-Purserin ihren Dienst versahen, zeterten über die grobschlächtige Laufhaltung der neuen Kollegin.

Kaum angekommen, meldete ich per Satellitentelefon das Unfassbare an die Konzernzentrale der Lufthansa in Frankfurt. Die Antwort: Lufthansa hätte wohl auf der letzten Vorstandssitzung beschlossen, als eine der ersten Airlines weltweit wieder verstärkt auf von Geburt an weibliche Mitarbeiterinnen zu setzen. Die Sache mit der eigenwilligen Auslegung der Frauenquote und den bezahlten Geschlechtsumwandlungen hätte sich auf Dauer nicht ausgezahlt, da die Anschlusskosten für Hormontherapien ins Unendliche gestiegen seien und das ewige Gefummel der Tunten und Transen auf den Bordtoiletten oder im Cockpit die Kunden verschreckt hätte.

Dann doch lieber den liebevollen Klapps des geilen Malle-Touries auf den drallen Arsch einer weiblichen Sektschubse. So macht Fliegen erst wieder Spaß!"


Ok, Jürgen! Wenn dir das so gut gefällt, dann habe ich hier ein Ticket erster Klasse nach Japan für dich. Über Kandahar und mit Zwischenstopp in Myanmar. Aber dass Frauen in Flugzeugen künftig wieder weiblich sein dürfen - das begrüßen wir alle! //





Stronz-Chefredaktuer
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Kevin und Volker sind das Schönste, was Lufthansa derzeit zu bieten hat - noch! 
 
 
 
 
 
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